Fotografie Photoshop

Verschlusszeit und Verwackler

Der Verschluss Ihrer Kamera ist lediglich eine mechanische Barriere.

Der Verschluss ist lediglich eine mechanische Barriere, die das Eindringen von unerwünschtem Licht in die Kamera verhindert. Sie regeln damit, wann und wie lange das Licht auf den Sensor einfällt. Die neuesten Digitalkameras haben superschnelle elektromechanische Verschlüsse, welche die akkurate Belichtung in Bruchteilen einer Millisekunde messen.

Neben der Blenden- und der Empfindlichkeitseinstellung ist die Verschlusszeit eine von drei Möglichkeiten zur Steuerung der fotografischen Belichtung. Wird ein Foto aufgenommen, öffnet sich der Verschluss für einen exakt bemessenen Zeitraum, in dem Licht einfallen darf. Die Belichtungsdauer wird entweder automatisch durch die Belichtungsmessung der Kamera oder manuell vom Fotografen eingestellt. Je größer der Bereich der verfügbaren Verschlusszeiten, desto größer die kreative Flexibilität der Kamera.

Moderne Canon DSLRs haben eine Verschlusszeit und Verwackler Der Verschluss Ihrer Kamera ist lediglich eine mechanische Barriere große Auswahl an verfügbaren Verschlusszeiten, die in der Regel von 30 Sekunden bis zu 1/8000 s reichen. Die meisten haben auch eine B-Einstellung, in der der Verschluss so lange geöffnet bleibt, wie der Auslöser gedrückt wird. Das „B” kommt von Bulb (deutsch: Blasebalg), da für sehr alte Kameras ein Blasebalg als Fernauslöser verwendet wurde.

Die Verschlusszeit kann manuell eingestellt werden, entweder im voll manuellen Belichtungsmodus oder mit der Blendenautomatik („S” oder „Tv”). Die Blendenautomatik ist ein halb automatischer Belichtungsmodus, bei dem der Fotograf die Verschlusszeit vorgibt und das Belichtungssystem der Kamera die Blende für die korrekte Beleuchtung einstellt.

Beider Programmautomatik werden Verschlusszeit und Blende automatisch festgelegt. Bei normalem Tageslicht wird die Verschlusszeit normalerweise zwischen 1/125 und 1/1000 s eingestellt. Das ist schnell genug, um die meisten Bewegungen einzufrieren und Verwackler zu reduzieren.

Bei schwachem Licht ist es möglich, dass die Kamera eine längere Verschlusszeit wählt, was das Risiko von Bewegungsunschärfe durch Verwacklungen der Kamera erhöht. Die meisten Kameras zeigen in so einem Fall eine Warnung an.

Der Schleiereffekt

Eine der effektivsten Anwendungen langer Verschlusszeiten ist die Aufnahme fließenden Wassers. Es ist ein schöner, wenn auch übermäßig angewendeter Effekt, der einfach zu erzielen ist. Jedes sich bewegende Gewässer ist dafür geeignet, solange weißes Spritzwasser vorhanden ist. Diese Küstenszene ist ein gutes Beispiel dafür.

Wenn Sie einfach nur in Automatik aufnehmen, erhalten Sie ein Bild wie das obere: nett, aber gewöhnlich. Dieses Beispiel wurde mit einer Verschlusszeit von 1/125 s und einer Blende von f/8 aufgenommen.

Die Anwendung eines Stativs verhindert Kameraverwackler. Nehmen Sie die längste mögliche Verschlusszeit. Das Bild ganz oben wurde von der gleichen Position wie das darunter gemacht, aber mit einem zusätzlichen 10-Stop-ND-Filter, der eine Verschlusszeit von 30 Sek. und eine Blende von f/9 gewährt.

Verwackler vermeiden

Wenn Sie bei handgehaltenen Aufnahmen Verwackler vermeiden möchten, gilt als Daumenregel eine Verschlusszeit zu verwenden, die annähernd dem Kehrwert der verwendeten Brennweite entspricht. Wenn Sie z. B. eine Brennweite von 100 mm nehmen, erhalten Sie mit einer Verschlusszeit von 1/100 s oder schneller eine scharfe Aufnahme. Bei einer Brennweite von 35 mm ist 1/35 s verwacklungssicher usw.

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