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Pi x Linux = Die perfekte Kombination

Der Raspberry Pi ist ein tolles Stück Hardware, und um sein Potenzial auszuschöpfen, ist ein tolles Betriebssystem erforderlich. Linux ist das Standard-Betriebssystem für den Pi und wird auch empfohlen. Zusammen bilden sie ein erfolgreiches Gespann.

Als sich der Raspberry Pi in der Entwicklungsphase befand, mussten die Entwickler sicherstellen, dass dieser Computer weitaus mehr zu bieten hatte, als nur klein und günstig zu sein.

Der Raspberry Pi musste flexibel sein und Spielraum für ehrgeizige Projektkonzepte und -ideen bieten, die möglichst einfach umzusetzen waren. Ziel war es, eine universelle Lernplattform zu erschaffen, die Studierenden jeden Alters hilft, sich weiterzuentwickeln und neue Konzepte wie Programmieren, Elektronik und Computing zu erlernen. Nachdem die Hardware entwickelt wurde, stand im Grunde genommen nur ein Betriebssystem zur Auswahl: Linux.

Die Vielseitigkeit von Linux ist geradezu legendär. Dieses unglaubliche Betriebssystem ist so flexibel, dass es sich für jeden beliebigen Aspekt der Datenverarbeitung eignet, von Hochleistungsrechnern, Robotik und der Raumfahrtindustrie über terrestrisches Engineering bis hin zu Bildung und Wissenschaft, Produktion und Internet. Ganz gleich, welche Branche man nimmt, im Hintergrund sitzt wahrscheinlich eine LinuxInstallation, die alles zusammenhält.

Raspbian, das empfohlene Betriebssystem für den Raspberry Pi, ist eine angepasste, auf Debian basierende Distribution, die mit einer Reihe nützlicher Tools für Programmierung, Elektronik und allgemeine Desktop-Computing-Aufgaben kommt. Neben den Apps sind auch vorinstallierte Module vorhanden, mit denen Sie die Programmiersprachen, die Sie erlernen möchten, optimal nutzen können, sowie Software- und Hardwaremodule, mit denen Sie die hardwarespezifischen Elemente des Pi mit Strom versorgen können. Es gibt z. B. Python-Module, die mit dem 40-Pin-GPIO des Raspberry Pi interagieren, sodass Sie Inhalte für beliebige HAT (Hardware Attached on Top)-Geräte erstellen können.

Diese Kombination macht den Raspberry Pi zu einer ausgezeichneten Basis, um das Programmieren zu lernen und auch, um Linux kennenzulernen. Raspbian, das auf Debian basiert, kann alle in diesem Buch aufgeführten Terminalbefehle ausführen, da Linux Mint und sogar Ubuntu ebenfalls auf Debian basieren. Und da der Raspberry Pi so klein ist und kostengünstig einzurichten ist, können Sie Ihren normalen Windows- bzw. macOS-Computer verwenden und den Raspberry Pi als „kopflosen“ (ein mit Strom versorgtes Gerät, das keine Tastatur oder Maus benötigt) Computer anschließen, von dem aus Sie eine Verbindung herstellen können. Dadurch können Sie lernen, wie Linux funktioniert und wie man damit programmiert.

Welcher Pi?

Es gibt mehrere Raspberry Pi-Modelle, von denen jedes etwas anderes bietet. Der neueste Pi ist das Raspberry Pi 3 Modell B+. Dieses Modell ist zwar etwas teurer als einige der anderen Beispiele, ist aber der leistungsfähigste und funktionsreichste Pi, der erhältlich ist. Es ist wahrscheinlich am besten, mit dem Pi 3 Modell B+ zu experimentieren und dann, wenn sich Ihre Fähigkeiten weiterentwickelt und Sie ein bestimmtes Projekt im Sinn haben, zu einem der anderen Modelle zu wechseln, z. B. zu einem der Pi Zero-Modelle mit noch weniger Platzbedarf und aktivierter WiFi-Verbindung.

rpi models

Jenseits Von Raspbian

Die Flexibilität des ARM-Prozessors des Raspberry Pi bedeutet, dass neben Raspbian auch andere Betriebssysteme verwendet werden können. Unter Linux können Sie stattdessen Ubuntu MATE, Pidora (eine auf Fedora basierende Distribution), Lakka, PiPlay (eine Retro-Emulations-Distribution) und Arch Linux ARM installieren. Es gibt auch Systeme, die lose auf dem LinuxKernel basieren, z. B. Android, Minibian und Chromium OS.

Es gibt Windows 10 IoT Core, FreeBSD, RISC OS PI, Plan 9 und bemerkenswerter Weise auch AROS – ein Amiga OS-Klon. Nach dem Experimentieren mit einer Linux-Version können Sie natürlich, genau wie bei einer Desktop-Version von Linux, zu einer anderen Version wechseln, um zu sehen, wie diese funktioniert und ob Sie Ihren Anforderungen entspricht.

Pi, Linux und das Programmieren

Wie bereits erwähnt, bietet der Raspberry Pi eine hervorragende Programmierbasis, und mit Linux als Rückgrat können Sie in vielen verschiedenen Programmiersprachen das Programmieren lernen.

Auch das Bash-Scripting funktioniert perfekt, da Raspbian auf Linux und Debian basiert. Sie können Ihre Scripts problemlos erweitern, um somit von einem Großteil der Funktionalität des Pi Gebrauch zu machen. Neben der Erstellung von Backup-Scripts können Sie auch Scripts erstellen, die auf die GPIO-Pins des Pi zugreifen und LEDs sowie noch komplexere HATs steuern können.

Python ist bei Weitem die beliebteste Wahl für Anfänger, und Raspbian ist mit allen Komponenten ausgestattet, die Sie benötigen, um das Beste aus Ihrem Python-Erlebnis zu machen. Es sind unzählige vorinstallierte Module sowie die aktuellste stabile Version der Sprache erhältlich.

C++ ist eine der leistungsfähigsten Programmiersprachen. Sie wird für Spiele, Apps und sogar ganze Betriebssysteme verwendet. Der Raspberry Pi enthält einen tollen C++-Editor, der einfach zu bedienen ist, und mit dem Sie erstaunlichen Content entwickeln können. Ganz gleich, auf welche Weise Sie Ihr Programmier- und LinuxAbenteuer beginnen möchten, der Raspberry Pi bietet eine hervorragende Ausgangsplattform.

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